ElectronicPartner macht 1,2 Milliarden Zentralumsatz

ElectronicPartner schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem bereinigten Zentralumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro ab. Die Verbundgruppe hält damit den Wert im Vergleich zu 2023 und schmiedet Pläne für eine Rückkehr zu deutlichem Wachstum.

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Zufrieden angesichts der Wirtschaftsflaute: Der ElectronicPartner Vorstand auf dem Kongress 2025. (Foto: ElectronicPartner Handel SE)

Angesichts der bestehenden Wirtschaftskrise sind die Düsseldorfer mit den Geschäftszahlen zufrieden. "Vor dem Hintergrund der andauernden sozioökonomischen Herausforderungen und der Tatsache, dass der HEMIX gerade erst ein Minus von 2,8 Prozent für 2024 im Vergleich zum Vorjahr ausgewiesen hat, können wir mit unserem Ergebnis absolut zufrieden sein", fasst ElectronicPartner Vorstandssprecher Matthias Assmann zusammen.

Deutliches Wachstum außerhalb Deutschlands

Waren es im Jahr 2023 noch die Landesgesellschaften, die stärker mit den Branchenherausforderungen zu kämpfen hatten, stehen diese im Jahr 2024 als klare Gewinner da: Während ElectronicPartner im Heimatmarkt Deutschland auf Vorjahresniveau liegt, konnte die Verbundgruppe international ein Wachstum von plus 5,2 Prozent erzielen. Besonders erfreulich entwickelte sich ElectronicPartner Österreich, hier hat vor allem die Kooperation mit dem Klima- und Energiefond Früchte getragen sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Energy3000. Auch in den Niederlanden steht ein deutliches Plus vor der Entwicklung im Vergleich zu 2023.

In der Schweiz zeigte die im Spätsommer 2024 gestartete Kooperation mit der High-end Company Wirkung. Durch die Übertragung deren gesamten Lagergeschäfts an ElectronicPartner Schweiz stieg der Umsatz der Landesgesellschaft bereits in 2024 und wird es erwartungsgemäß weiter tun. "Wir gehen davon aus, dass sich dieser Effekt in den kommenden Monaten noch deutlicher zeigen wird, da seit letztem Jahr immer mehr Unternehmen aus der High-end Company bei ElectronicPartner Mitglied werden und seit Januar 2025 auch ihr Streckengeschäft über uns abwickeln", erklärt ElectronicPartner Vorstand Friedrich Sobol, der für die Landesgesellschaft in der Schweiz verantwortlich ist.

EP mit leichtem Wachstum

"Trotz anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen ist es dem inhabergeführten Fachhandel unter der Marke EP: gelungen, sein Umsatzergebnis in 2024 um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu steigern", berichtet Friedrich Sobol. Das größte Plus machten die Fachhändler mit TV-Geräten. Auch die Mitgliederzahl im gesamten Fachhandel der Kooperation Deutschland hat sich in 2024 positiv entwickelt. So gab es 35 Eintritte, davon zwölf aus anderen Kooperationen, und 14 erfolgreiche Geschäftsübergaben. Ein wichtiges Projekt im Jahr 2025 wird die "YoungPartner Masterclass" sein: Ein auf zwei Jahre angelegtes Programm, das darauf abzielt, Potenzialträger im Fachhandel zu künftigen Unternehmern auszubilden.

Medimax-Franchisepartner investieren

Medimax hat 2024 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 1,5 Prozent erreicht. Die Franchisefachmarktlinie kann für das Jahr 2024 neun weitere komplett modernisierte Märkte, zwei Neueröffnungen und zwei neue Franchisepartner vorweisen. "Diese Entwicklung zeigt, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer bei uns ihre Heimat und die richtigen Konzepte für ihren Erfolg gefunden haben – sie investieren in die Marke Medimax und in ihre Standorte. Anfang 2025 konnten wir außerdem mit Rainer und Christopher Rilke zwei weitere neue Franchisepartner bei Medimax begrüßen", erklärt Friedrich Sobol.

ComTeam bald mit KI-Distributor

Das Technologie-Netzwerk ComTeam hat in 2024 sein 40-jähriges Bestehen mit zahlreichen Fachveranstaltungen und einer großen Partnerkonferenz im Herbst gefeiert. Der Umsatz ging leicht um 2,9 Prozent zurück. Nachdem der Post-Corona-Effekt rund um die Ausstattung flexibler und mobiler Arbeitsplätze der Vergangenheit angehört, befassen sich viele Unternehmen damit, wie sie ihre IT-Infrastruktur optimieren und effizienter gestalten können sowie welche Chancen ihnen KI bietet. "Das Geschäft von ComTeam ist immer sehr vorausschauend und langfristig ausgerichtet. Darum haben wir massiv in zukunftsweisende Dienstleistungen wie den MSP-Manager und die Schulungsplattform 'comTeach4you' investiert und werden bald auch erstmals einen Distributor zum Thema KI an Bord haben.

Wir schauen nicht nur: Was brauchen unsere Partnerunternehmen jetzt, sondern was braucht der Markt, was brauchen die Kunden unserer Partner morgen? Unsere Investitionen, die wir heute für morgen tätigen, zeigen schon jetzt, dass sie sich auszahlen", berichtet Matthias Assmann, der im ElectronicPartner Vorstand für die Marke ComTeam verantwortlich ist.

Erfolgreicher Start mit erneuerbaren Energien

Vor gerade einmal einem Jahr hat ElectronicPartner die Marke "Wendepunkt" gelauncht als Antwort auf die Frage nach dem passenden Konzept in Sachen erneuerbare Energien für den Elektronikfachhandel. Das anfängliche Projekt hat den richtigen Nerv getroffen und verlief so erfolgreich, dass "Wendepunkt" seit Januar 2025 ein eigenständiges Unternehmen ist. Weit über 100 Mitgliedsbetriebe der Verbundgruppe sind Teil davon und nach intensiven Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen in den Markt für erneuerbare Energien eingestiegen. Inzwischen spricht ElectronicPartner auch externe, bereits auf PV und Co. spezialisierte Unternehmen an, die ebenfalls von den Services einer Verbundgruppe profitieren. Außerdem wurde das Portfolio erweitert: Umfasste es anfangs ausschließlich die Beratung, Planung und Installation von PV-Anlagen, sind inzwischen auch Wärmepumpen und smarte Öko-Stromtarife Teil des Angebots.

Telering mit neuem Reparaturnetzwerk

Seit rund sechs Monaten arbeiten die Mainzer und die Düsseldorfer Verbundgruppe eng zusammen. Diese Kooperation besteht bislang hauptsächlich darin, dass die Telering-Mitglieder über das Lager von ElectronicPartner Ware bestellen können, die ihnen im System ihrer Verbundgruppe nicht zur Verfügung stehen. Im Gegenzug erhalten die Mitglieder und Franchisepartner von ElectronicPartner direkten, zentralregulierten Zugriff auf die Sortimente der Weltfunk Großhandelslager. Nun gehen die beiden Verbundgruppen noch einen Schritt weiter und arbeiten gemeinsam am Aufbau eines Reparaturnetzwerkes. "Die Idee dahinter ist, dass jeder Serviceauftrag, der bei einem unserer Mitglieder eingeht, innerhalb des Mitgliedernetzwerkes bearbeitet wird. Unser Fokus liegt dabei auf optimalem Ressourcen- und Ersatzteilemanagement, effizienter Auslastung und am Ende des Tages natürlich auf mehr Ertrag für unsere Mitgliedsbetriebe", erklärt Matthias Assmann.

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